Verspielt nicht Eure Zukunft!

Hans-Werner SINN

Verspielt nicht Eure Zukunft!

Redline-Verlag, München 2013, 112 S., ISBN 978-3-868-81486-6, ca. € 5,--

Eine kleine, prägnant formulierte, entsprechend kostengünstige Schrift, die alles Wesentliche zum Ausdruck bringt zur Krise, in die Europa als Folge der an die Einheitswährung gefesselten europäischen Staaten immer tiefer hineinschlittert. Hans-Werner Sinn, Direktor des Münchner ifo-Instituts, analysiert nicht bloß die Lage. Er zeigt überzeugend, welcher Ausweg sich Europa überhaupt noch bietet unter der Voraussetzung, dass rasch – an freiheitlichen statt an gleichschalterischen Prinzipien orientiert – gehandelt wird.

Mai 2013
Rezension:

Hans-Werner Sinn, Direktor des renommierten ifo-Wirtschaftsinstituts in München, gehört zu den profiliertesten Kritikern des Euro.

In einem prägnant und kurz gefassten, also dünnen und sehr kostengünstigen Büchlein legt Professor Sinn seine Kritik am Euro und die aus der Einheitswährung entstandenen Fehlentwicklungen dem breiten Publikum in gut nachvollziehbarem Zusammenhang vor. Der Vorzug dieser Kurzfassung beruht auf der verständlichen Sprache, welche Sinns fundierte Kritik jedem Leser verständlich macht.

Hans-Werner Sinn tritt auf als Warner: Europa verspiele seine Zukunft, so lautet sein in allen Teilen ernst gemeinter Weckruf an die Leser. Sinn zeigt die Fehlentscheide, welche die Europäische Währungspolitik in die Sackgasse geführt haben. Eindrücklich führt er vor, welche schwerwiegenden wirtschaftlichen Konsequenzen aus der Illusion entstanden sind, Volkswirtschaften völlig unterschiedlicher Leistungskraft ins Korsett einer Einheitswährung zwingen zu wollen. Daraus droht Europa nicht bloß Maximalverschuldung und Maximalbesteuerung. Die Fehlkonstruktion Euro wird auch Armut bewirken – nicht bloß in den Südländern.

Andere Polit-Illusionen beschleunigen gemäß Sinn die Abwärts-Spirale – insbesondere die oberflächliche Lobpreisung der Einwanderungspolitik. Diese sieht Sinn als „Zeitbombe“ für Westeuropa. Als eine Zeitbombe, welche die nicht bezahlbaren Sozialstaaten zur Explosion bringen dürfte, wenn nicht – und dafür sei höchste Zeit – ein am Prinzip der Selbstverantwortung orientierter Umschwung durchgesetzt werden könne.

Eine kleine Schrift, die jeden Leser, dem die Entwicklung Europas und seiner Ländern nicht gleichgültig ist, beeindrucken wird.

 

Quelle: Schweizerzeit, 35. Jhg. Nr. 12, S. 14, 21. Juni 2013.





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